Doch was tun Schützen außerhalb des Schützenfestes? Für die Schützen gehört soziales Engagement im Stadtteil selbstverständlich dazu. „Schützen“ steht nicht nur für Tradition, Schießen und Kirmes, sondern auch für beschützen, unterstützen und da sein. Genau das zeigt sich im Hubertusstift – seit 46 Jahren verlässlich und ohne große Worte.
46 Jahre Verantwortung im Stadtteil: Das Sommerfest im Hubertusstift bleibt ein fester Anker der Schützen
Am 4. Juli fand im Hubertusstift in Düsseldorf-Unterbilk das diesjährige Sommerfest statt. Seit 46 Jahren begleitet die Friedrichstädter Reserve des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf-Bilk das Haus mit persönlicher Zuwendung und großem sozialen Engagement.
Das Fest wurde bewusst so gestaltet, dass die Bewohnerinnen und Bewohner ein Stück Schützenfest erleben können. Viele können nicht mehr selbst teilnehmen – deshalb kommen die Schützen in Uniform und mit Fahne ins Haus, gestalten den Tag, helfen praktisch und nehmen sich Zeit für Gespräche. In diesem Jahr wurde sogar ein Königspaar unter den Bewohnerinnen und Bewohnern ausgeschossen.
Unter dem Motto „La Dolce Vita“ führten das amtierende Königspaar Udo Figge und Dirk Jehle das Fest an. Beide halfen den gesamten Nachmittag mit, suchten den Austausch und zeigten, wie sehr ihnen dieses Ehrenamt am Herzen liegt.
Im Garten warteten Kaffee, Kuchen, Grill und gekühlte Getränke. Eis und Poffertjes fanden sofort großen Zuspruch. Musikalisch begleiteten Klaus und Edith Wagner das Fest – wie seit vielen Jahren. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt eines Männerchors aus Bilk, Gerresheim und der Rheinbahn, der für besondere Momente sorgte.
Große Begeisterung löste das Königsschießen aus. Jeder Treffer wurde gefeiert, und am Ende wurden König und Königin feierlich gekrönt – sichtbar stolz und glücklich.
Engagement weit über das Fest hinaus
Die Unterstützung der Friedrichstädter Reserve endet nicht beim Sommerfest. Spaziergänge, Gottesdienstbesuche, Ausflüge oder Veranstaltungsbesuche werden durch die praktische Hilfe der Schützen überhaupt erst möglich. Rollstuhlbegleitung, organisatorische Unterstützung und Zeit für Gespräche gehören selbstverständlich dazu.
Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Hans Gerd Wendt, der seit fast vier Jahrzehnten regelmäßig im Haus ist, kleine Aufgaben übernimmt und für Gespräche bereitsteht. Gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlichen, darunter seine Frau Jutta, sorgt er für Kontinuität und Verlässlichkeit.
Heimleiterin Wera Steffens nutzte das Fest für viele persönliche Gespräche. Der offene Austausch zeigte erneut, wie eng und vertrauensvoll die Verbindung zwischen Haus und Kompanie ist.
















