Die Fastnacht endet in Deutschland auf so unterschiedliche wie tief verwurzelte Weise.
Während in Köln der Nubbel verbrannt wird, verabschiedet Düsseldorf seinen Hoppeditz – nicht mit Stille, sondern mit jener besonderen Mischung aus Wehmut, Witz und rheinischer Lebensfreude.
Tags zuvor findet am Rathaus der närrische Zapfenstreich statt, bei dem das Prinzenpaar seine Insignien zurückgibt, ein Moment voller Abschied, Würde und leiser Melancholie.
Die Hoppeditz-Beerdigung selbst wurde 1983 vom Heimatverein Düsseldorfer Weiter, den Düsseldorfer Spießratze und dem Narrenkollegium wiederbelebt und ist seither fester Bestandteil des Aschermittwochs. Es sind ungewöhnliche Trauerfeiern, bei denen geschunkelt und getanzt wird, bevor der Hoppeditz im närrischen Trauerzug hinter das Stadtmuseum begleitet wird, zu seinem letzten Gang, zu seinem symbolischen Abschied.
Dort wird er mit einer Grabrede verabschiedet, die jedes Jahr zwischen Augenzwinkern und echter Rührung pendelt. In diesem Jahr kamen die klagenden Worte vom Präsidenten des Düsseldorfer Narrenkollegiums, Dennis Vobis, der dem närrischen Schelm noch einmal Stimme, Würde und ein letztes Lachen schenkte, bevor die Fastnacht endgültig dem Ernst des Alltags weicht.
Mittwoch, 18 Februar 2026 18:49
Wenn der Frohsinn leiser wird
Hoppeditz-Beerdigung in Düsseldorf
















