Samstag, 14 August 2021 23:03

Großdemonstration

Die Auswirkungen dieser Kundgebung waren bis nach Bilk zu spüren.

In der Innenstadt war der Verkehr zeitweise zusammengebrochen. Keine schöne Situation für die Autofahrer, noch weniger die Beweggründe, aus welchen demonstriert wurde.

Tausende von Kurden waren auf die Straße gegangen, weil in ihrer Heimat (Kurdistan) Familien, Kinder, Freunde niedergemetzelt werden. Ein legitimes Ansinnen, welches auch erklärt, warum sie dem Wunsch so vieler Facebook Nutzer nicht nachkommen und in ihrer Heimat demonstrieren können. Dort werden Menschenrechte missachtet und niedergeschlagen. Ebenso die Rechte der Frauen, die in diesen Ländern als rechtlos gelten.

„Was geht uns das an?“ fragten viele Facebooknutzer.
 Nun, eine ganze Menge, werden die Waffen, die in Kurdistan zum Einsatz kommen doch in unserem Land fabriziert, wir verdienen viel Geld damit.

„Macht das ihr wegkommt, geht nach Hause!“ auch solche Rufe gab es entlang des Prozesszuges. Gemeint waren nicht die vielen deutschen Sympathisanten die hier mit marschierten, sondern die Menschen, die um das Recht aufs Überleben und für Freiheit in ihrer Heimat kämpfen.

Deutschland gilt für sie als Vorbild, deshalb können und tun Sie es hier.

Würden sie nach Hause gehen, hätte das nur zwei Konsequenzen: entweder verlieren Sie Ihr Leben oder flüchten zurück in das sichere Europa.

Hier bei uns werden sie dann „Wirtschaftsflüchtlinge“ genannt und in gewisser Weise stimmt es ja auch! Sie sind das Kanonenfutter für bestimmte Teile unserer Wirtschaft. Damit es uns gut geht. Vielleicht sollten wir einmal darüber nachdenken, denn weltweit sitzen mehr als 50 Millionen Menschen auf gepackten Koffern, sind auf der Flucht. Wir sollten nicht wegschauen, sondern dazu beitragen das ein Leben in deren Ländern erträglich wird… bevor sie bei uns vor der Tür stehen.

Letzte Änderung am Sonntag, 15 August 2021 00:30