Donnerstag, 21 November 2019 11:38

Verdiente Ehrung

41 Jahre für die Bilker Martinsfreunde

 

Nach dem grandiosen Martinszug 2019 durch den Stadtteil Bilk, gab es eine große Ehrung für den abgetretenen Vorsitzenden der Bilker Martinsfreunde, Klaus Dieter Möhle.
Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt, die Laudatio hielt der erste Chef der Bilker Schützen, Uli Müller:

Ehrung zum Ehrenvorsitzenden der Bilker Martinsfreunde

Liebe Martinsfreunde, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Es ist für mich eine sehr große Ehre heute hier die Laudatio für Klaus-Dieter Möhle zu halten.

Klaus-Dieter wurde in Worms im Jahr 1942 geboren.
In den 60er Jahren verschlug es dich, der Liebe wegen, nach Bilk. Du hast dich in Giesela Helm verliebt und sie geheiratet. Ihr habt zwei Kinder Bernhard und Ursula bekommen.
Dadurch, dass du in die Familie Helm, eine alte Bilker Schützenfamilie, eingeheiratet hast, bist du dann 1968 in den Bilker Schützenverein eingetreten.

Die Liebe zu Bilk und zu deiner Familie sorgte dann dafür, dass du im Jahr 1972 auf die Platte des Königsvogels geschossen hast. Mit einem hervorragenden Schuss hast du die ganz tiefe Platte heraus geschossen und wurdest Bilker Schützenkönig. Dadurch, dass die Bilker Martinsfreunde im Jahr 1947 aus dem Bilker Schützenverein heraus gegründet wurden und jeder Bilker König bei den Bilker Martinsfreunden Mitglied werden musste, bist du in die Bilker Martinsfreunde eingetreten. Hier erkannte man sofort, dass du als selbstständiger Kaufmann für den Kassierer Posten geeignet warst und wurdest sofort zum Kassierer gewählt.

Im Jahr 1978 wurdest du dann 1. Vorsitzender. Dieses Amt führtest du 41 Jahre bis zu diesem Jahr durch. Heute sind die Bilker Martinsfreunde 72 Jahre alt, und du hattest hiervon 41 Jahre den Vorsitz und warst insgesamt 47 Jahre im Vorstand. Das ist eine unglaubliche Zeit!

Ich kann mich noch an deine ersten Jahre als Vorsitzender erinnern, du hast die Uniformen für die Knappen besorgt und die Bilker Jungschützen verpflichtet diese zu tragen. Gleichfalls war es mit dem Bettler. Ich selbst war Knappe und habe zwei Jahre den Bettler gespielt, da der eigentliche Bettler erkrankt war. Klaus-Dieter hat das schon gemanagt. Er hat eine Gabe einen anzusprechen, da kann man nicht nein sagen.

Mit Beginn deiner Amtszeit 1978, hast du die Bilker Martinslampenausstellung wieder ins Leben zurückgerufen.
Es begann mit 50 Lampen heute sind es fast 500 Lampen. Alle Lampen leuchten, dass ist dein Motto und so haben immer alle Lampen geleuchtet. Die Beleuchtung der Lampen ist mittlerweile mit LED-Technik ausgestattet.  

Dein Spruch ist:
„Wenn jede Lampe leuchtet, dann leuchten nicht nur die Kinderaugen.“ Jedes Jahr wurde die Ausstellung moderner neu Gestelle, die mittlerweile so ausgereift sind, dass man sie mit wenigen Handgriffen zusammen bauen kann. Für die Kinder hattest du immer ein offenes Herz. Du hast es immer wieder geschafft, dass sehr viele Preise für die einzelnen Kategorien der Martinslampenausstellung vorhanden waren und das jedes Kind mindestens ein Apfel oder eine Tafel Schokolade bekam.

In diesen 41 Jahren gab es natürlich auch immer wieder Herausforderungen, die du mit deinen Bilker Martinsfreunden zu klären hattest. So musste mit dem Weggang von Siemens ein neuer Platz für die Mantelteilung gefunden werden. Dies wurde dann der Schulhof an der Kronprinzenschule. Es musste immer wieder der Zugweg angepasst werden, da unser Bilker Martinszug der zweit größte von Düsseldorf ist. Dies alles hast du mit deiner Mannschaft geschafft. Du hast es auch immer wieder verstanden, die Bilker Martinsfreunde in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen. So waren hier neben den üblichen Zeitungsinterviews auch Radio- und Fernsehtermine.

Als du erfahren hast, dass das Martinsbrauchtum sich für das Weltkulturerbe bewirbt, hast du spontan deine Hilfe angeboten und sie wurde wahr genommen. Und nun ist das Martinsbrauchtum immaterielles Kulturerbe NRW. Dies ist die erste Stufe zum Unesco-Weltkulturerbe und das Verfahren läuft weiter.

Lieber Klaus-Dieter du bist in Worms geboren, das was du für das Bilker Martinsbrauchtum getan hast, steht damit aber glaube ich in Verbindung. Denn in Worms hat St.Martin als Ritter in einem Kerker gesessen, weil er dem Kaiser den Dienst an der Waffe versagte. Das hat Klaus-Dieter so geprägt, dass er sich so für das Martinsbrauchtum einsetzt. Im Jahr 2010 hast du für alle Helfer den „Dankeschönabend“ eingeführt. Das war gut so, denn sonst könnten wir dich nicht in einem so tollen Rahmen ehren.

Lieber Klaus-Dieter, für alles was du für das Martinsbrauchtum und die Bilker Martinsfreunde getan hast möchten wir dich heute Abend zum Ehrenvorsitzender der Bilker Martinsfreunde ernennen.

DANKE für ALLES

  

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