Montag, 11 Dezember 2017 20:10

Tempo 30

OB Thomas Geisel äußert sich....

 

Bereits vor längerer Zeit hatten wir uns mit dem vielfachen Wunsch der Bilker Bevölkerung befasst und Oberbürgermeister Thomas Geisel zum Thema „Tempo 30 auf der Bilker Allee“ befragt.

In der, uns jetzt zugegangenen, Antwort wird darauf verwiesen, dass es sich bei der Bilker Allee um eine Hauptverkehrsstraße handelt, zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. Zudem verkehrt dort die Straßenbahn Linie 707. Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit widerspricht dem generellen Anliegen den öffentlichen Personennahverkehr nachhaltig zu beschleunigen, so die Argumentation.

Man kann getrost darüber diskutieren, um wie viel Sekunden sich die Fahrtzeit der Linie 707 erhöhen wird, wenn auf einer Strecke von circa 2 km Tempo 30 statt 50 vorgegeben ist. Wenn es um Menschen und deren Gesundheit geht, sollte allerdings dieses im Vordergrund stehen. Die derzeitige Situation ist und bleibt eine Gefahr, insbesondere für Kinder und ältere Mitmenschen.

Spätestens seit dem Start der Tour de France in Düsseldorf ist bekannt, dass Oberbürgermeister Geisel ein Radsport-Fan ist. So wird es auch verständlich, dass in diesem Schreiben vorwiegend auf Unfälle zwischen Autofahrern und Radfahren verwiesen wird. Diese entstehen, wenn Fahrzeughalter unachtsam die Türen ihres Fahrzeugs öffnen und Radfahrer übersehen. Richtig die Aussage im Schreiben: das ist ein Fehlverhalten der Autofahrer und wird nicht durch eine Reduzierung der Geschwindigkeit entschärft.

Die angekündigte Schaffung von Radwegen kann man durchaus befürworten, zumindest wenn diese nicht so chaotisch angelegt werden, wie das derzeit in einigen anderen Bezirken der Fall ist.

Von uns angesprochen wurden aber die schweren Unfälle und die Gefahrensituationen im Bereich der Florastraße/Bilker Allee - Kronprinzenstraße/Bilker Allee - Wissmannstraße Bilker Allee, hier insbesondere die Einfahrt zum Rewe Parkplatz, so wie der Bezirk rund um die Bilker Kirche.

Hierbei handelt es sich um , für Autofahrer unübersichtliche, Stellen insbesondere wenn diese von auswärts kommen oder wie es so oft ist, die Sonneneinstrahlung jegliche Sicht auf Verkehrsampeln der Bilker Allee nimmt. Hier wird auch mit Tempo 50 oft zu schnell und nicht der Situation entsprechend gefahren.

Angesprochen wird auch das Parken in zweiter Reihe, welches zugegeben auch zu Problemen führt. Fakt ist nun einmal: Bilk ist der bevölkerungsreichste Stadtteil der Landeshauptstadt, entsprechend auch hohes Fahrzeugaufkommen. Es ist auch Aufgabe der Verwaltung dieser Situation gerecht zu werden.

Eine Reduzierung des fließenden Verkehrs auf eine Fahrspur, Radwege und Parkzonen quer zur Fahrtrichtung …plus Tempo 30 sollte und könnte spürbare Entschärfungen der Gefahrensituation auf der Bilker Allee bringen. Die Kölner Straße (und andere) machen es vor!

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