Dienstag, 11 Juli 2017 20:16

Pe Hagen

Neues offenes Atelier in Unterbilk

Künstler wollen Kunst machen. Doch irgendwann stellt sich jeder Künstler die Frage, wie er seine Kunst dem Publikum zugänglich machen kann. Ausstellungen sind ein guter Weg – nach der Vernissage ist die Zeitspanne, in der Interessierte die Kunst sehen können, jedoch grundsätzlich begrenzt.
Auch Pe Hagen hat einige Jahre ausschließlich Ausstellungen – sowohl Einzel- als auch Gruppen-ausstellungen – genutzt, um seine biomorphen Skulpturen zu präsentieren. Als er 2015 die Möglichkeit bekam, ein Gemeinschaftsatelier mit großer Schaufensterfront zu beziehen, nutzte er die Gelegenheit, zusammen mit einem anderen Künstler dort zu arbeiten und gleichzeitig seine Arbeiten auszustellen. Diese Art zu arbeiten, das Konzept des offenen Ateliers und die Interaktion mit Menschen während der Arbeit, gefielen ihm so sehr, dass er nach dem Ende des Mietvertrags für das Gemeinschaftsatelier begann, sich nach geeigneten Räumlichkeiten für ein eigenes offenes Atelier umzusehen. Ende April wurde er fündig: Das leerstehende Ladenlokal auf der Friedenstraße 63 in Unterbilk hat einen großen Ausstellungsraum und im hinteren Bereich Räumlichkeiten mit ausreichend Platz, um auch größere Arbeiten zu realisieren.

Art Watching Apéro

Sein schon im früheren Gemeinschaftsatelier begonnenes Konzept eines wöchentlichen Termins, bei dem er seine zweite Leidenschaft – gute Weine und gutes Essen – ausleben kann, hat Pe Hagen nun für sein eigenes offenes Atelier weiterentwickelt: Jeden Freitag ab 17 Uhr findet im Atelier ein „Art Watching Apéro“ statt! Freunde, Kunstinteressierte, Nachbarn und Kollegen treffen sich im Atelier bei einem Glas Wein und hausgemachten Leckereien und können sich bereits fertige Arbeiten und solche im Entstehungsprozess ansehen. Gute Gespräche und neue Kontakte sind ein gewollter Nebeneffekt.

Pe Hagen - Vita
Ppehagen.JPGe Hagen, seit 2013 als freischaffender Künstler tätig, wendet sich in seinen aktuellen Arbeiten mehr und mehr den organischen Formen zu. Die aktuellsten Arbeiten basieren auf völlig freien Grundformen, die durch Hagens „Ü-üs“* zu Wesen mutieren, die jeder zu kennen bzw. zu erkennen glaubt. Doch sind sie auch mit dem Verstand zu begreifen? Schon allein die oft als Keramik wahrgenommene Anmutung seiner Arbeiten verwirrt den Betrachter und lässt erahnen, dass alles doch nur Schein und Trug ist, keine Wirklichkeit besitzt und schlussendlich wieder einmal nur der Phantasie des Künstlers entsprungen ist.

Pe Hagen lebt und arbeitet in Düsseldorf.
„In meinen organisch-biomorphen Plastiken verarbeite ich die mich faszinierenden Formen und Strukturen aus Flora, Fauna und Mikrokosmos des Planeten. Ich transformiere meine Eindrücke in Arbeiten, die sich oft erst auf den zweiten oder dritten Blick erschließen, da sie nicht die Realität widerspiegeln, sondern meine Auseinandersetzung mit der Illusion, die wir als die Realität wahrnehmen. Die über Jahre entwickelte Formensprache und das Aufmodellieren von „Ü-üs“* führen zu plastischen Arbeiten, die irritieren, amüsieren und polarisieren – aber immer die Phantasie des Betrachtenden herausfordern.“  *Ü-ü = organisches Etwas, das aus geometrischen oder freien Formen herauswächst.
(Definition nach Pe Hagen)

Einzelausstellungen

SOLO IM KORRIDOR – Bezirksregierung Köln, Mai-Juni 2015

TADAHH! – Düsseldorf, Juli-August 2014

Gruppenausstellungen/Präsentationen

Offkunstpunkte damenundherren e.v. – Düsseldorf

Jubiläumsausstellung plan.d. – Düsseldorf

baumART – Industrieclub Düsseldorf

Kunstpunkte Gastkünstler bei Achim Schmacks, Roter Teppich (Punkt 71) – Düsseldorf

Zwei Herren ohne Damen, damenundherren e.v. – Düsseldorf

Verborgene Botschaften Ballhaus Düsseldorf

Resumé – Kunstallianz Düsseldorf