Freitag, 13 Januar 2017 20:37

Pittermanns Scholl

Erster Schultag

Schon im Vorfeld zeichnete sich ab, dass dieses Projekt erfolgreich werden würde, fast 40 Interessenten hatten sich über die Website www.pittermanns-scholl.de angemeldet und Teilnahme bekundet, einige Spontanentschlossene kamen hinzu.
So stand die Einschulung zur „Pittermann's Scholl“ trotz Freitag dem 13. Januar unter einem guten Stern, trotz Handball im TV, trotz Winterwetter und CC Fernsehsitzung.

Spätestens als Heinrich Spohr im Jahr 2014 als Preisträger der Jakob Faasen Plakette ausgezeichnet wurde, war vielen Menschen bewusstgeworden, wie sehr Düsseldorfer Platt, Geschichte, Heimat, Menschen und Traditionen verbunden sind.
So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass irgendwann die Idee entstand eine Mundartschule zu gründen.
Weil immer weniger Düsseldorfer Platt sprechen, starteten die Bilker Schützen nun mit einer Gemeinschaft zur Förderung Düsseldorfer Mundart, eben mit der „Pittermann's Scholl".

Das erste Treffen, fand am 13.01.2017 unter dem Motto „EINSCHULUNG“ im Archiv der Bilker Schützen auf der Ubierstraße statt.

Ziel sei es, Interesse für das „Platt sprechen“ zu wecken und Türöffner für Weiterführendes zu sein, so der zweite Chef Michael Schwarz, bei seiner Begrüßungsrede.
Die „Pittermann’s Scholl“ versteht sich nicht als Mitbewerber etablierter Mundartschulen, sondern als Wegbereiter dorthin.  

Michael Schwarz begrüßte die Gäste, unter ihnen den Papst des Düsseldorfer Platt, Heinrich Spohr und von den Mundartfreunden den Vizebaas Gerd Schlüter.

Anschließend stellten sich zwei Bilker Schützenkameraden vor, die jahrelang zur Freude der Leser einen lebhaften Dialog auf Düsseldorfer Platt in der Bilker Schützenzeitung geführt hatten und sich dabei so manches „um die Ohren hauten“
Willi Heinen als Leve Pitter und Hans Dieter Caspers, heute Ehrenchef des Vereins, ernteten viel Beifall.
Dieser übernahm dann auch die Fortführung des Unterrichts indem er einen Einblick in unseren Sprachgebrauch gab.

Hochinteressant kann man da nur sagen!
Wer hätte denn gedacht, eigentliche Ur-Sprache das Platt und das Hochdeutsch ein Kunstprodukt ist, zudem noch aus dem Raum südlich der Mainlinie kommt?!
Vieles was die Anwesenden zum Staunen brachte.

Die nächste Schulstunde findet im März statt, dann sogar mit Gesang!
Dieter Lorenz als Tambour Major und Helga Sökefeld werden den Besuch ganz sicher wert sein und die Besucher begeistern.
Das Datum wird noch bekannt gegeben.