Neu – ungewohnt – schön

Der Bereich rund um die Bilker Kirche wirkt derzeit wie ein Quartier im Übergang – und genau das spürt man jeden Tag. Die neue Verkehrsführung sorgt weiterhin für Irritationen bei Autofahrern, manche reagieren schlicht überfordert, andere wiederum erstaunlich dreist, wenn sie trotz klarer Markierungen alte Fahrmuster beibehalten oder Radfahrende schneiden. Gleichzeitig zeigt sich, dass die rot markierten Radwege ihre Wirkung entfalten: Sie strukturieren den Raum sichtbar neu, schaffen Orientierung und werden von vielen Radfahrenden sofort angenommen.
Auf dem entstehenden Platz selbst zeigt sich ein ganz anderes Bild. Menschen bleiben stehen, Kinder laufen über die breiten Wege, Nachbarn nutzen die neuen Aufenthaltsflächen, als wären sie schon immer da gewesen. Der Platz wird gut angenommen – fast selbstverständlich. Genau diese Mischung aus anfänglicher Verunsicherung im Verkehr und spürbarer Aufwertung des öffentlichen Raums macht den aktuellen Stand der Umgestaltung so deutlich: Die Bilker Kirche wird Schritt für Schritt zu einem lebendigen Quartiersmittelpunkt, der bereits jetzt mehr Aufenthaltsqualität bietet als zuvor.
