GO-Bilk.de – das Stadtteilportal, das bleibt!

GO‑Bilk gehört zu den ältesten digitalen Stadtteilprojekten Düsseldorfs – und zu den wenigen, die über zwei Jahrzehnte hinweg durchgehalten haben. Als das Internet Ende der 1990er noch in den Kinderschuhen steckte und Webseiten eher technische Experimente als echte Kommunikationsräume waren, war GO‑Bilk bereits online. Damals war das eine kleine Sensation: Selbst Antenne Düsseldorf berichtete über das ungewöhnliche Projekt, das plötzlich Geschichten, Menschen und Alltag aus Bilk sichtbar machte.
Die Idee stammte von Rene Krombholz, dem langjährigen Inhaber des FIGARO an der Bilker Allee. Sein Gedanke war einfach und gleichzeitig wegweisend: Wenn wir von und mit den Menschen im Viertel leben, dann sollten wir auch etwas zurückgeben. Nicht nur in Form von Steuern oder Pflichtbeiträgen, sondern als Haltung – als Beitrag zum sozialen Miteinander. Dieses Prinzip des Geben und Nehmens mag heute altmodisch wirken, vielleicht sogar aus der Zeit gefallen. Doch Krombholz ist überzeugt, dass genau dieses Denken eine Zukunft hat. Dass es ein Comeback braucht – und bekommen wird.
Als der FIGARO im Jahr 2025 aus Altersgründen und wegen Mitarbeitermangel schließen musste, war schnell klar: Das Stadtteilportal wird weitergeführt. GO‑Bilk ist längst mehr als ein Nebenprojekt – es ist ein Stück Bilk, ein digitales Gedächtnis, ein Ort für Geschichten, Begegnungen und kleine Alltagswunder.
Ein Rückschlag – und ein Neustart
Im Juni kam es zu Hackerangriffen auf die Server. Nicht nur GO‑Bilk war betroffen, sondern auch andere Seiten, die im gleichen Verbund betrieben werden. Die Attacke zwang das Team zu einer Pause, zu technischer Reparaturarbeit und zu einer Neuordnung im Hintergrund.
Doch jetzt ist GO‑Bilk wieder da – moderner, klarer, informativer. Die Oberfläche wurde überarbeitet, die Struktur gestrafft, die Inhalte neu sortiert. Im Inneren muss noch einiges aufgeräumt werden: ältere Beiträge prüfen, manche Inhalte entfernen, andere neu einordnen. Aber die Entscheidung war bewusst: Nicht warten, sondern wieder online gehen. Den Anschluss nicht verpassen. Weiterarbeiten, während die Seite bereits wieder lebt.
Denn gerade jetzt passiert so viel Positives im Viertel. Neue Initiativen, neue Menschen, neue Geschichten. Und genau diese Geschichten sollen den Alltag ein bisschen heller machen – so wie es GO‑Bilk seit vielen Jahren tut.
GO‑Bilk bleibt. Weil Bilk bleibt. Und weil ein Stadtteil immer Menschen braucht, die erzählen, teilen, verbinden.